Far East Tea Company Editorial Team About 4 min read
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Der erste Schluck ist kaum mehr als ein kleiner Zug: ein Spalt am Deckel, der Duft von warmem Blatt, dann ein leises Schlürfen, das den Tee mit Luft verbindet. Bei Susuri-cha geht es nicht um eine volle Tasse, sondern um wenige konzentrierte Schlucke, die zeigen, wie viel Süße, Tiefe und Duft in einem Gyokuro liegen. Der Name kommt von „susuru“, also schlürfen oder saugend trinken. Für Gyokuro gilt diese Art des Trinkens in Japan als eine der feinsten Methoden.

Susuri-cha: Tee direkt aus einer kleinen japanischen Teetasse schlürfen, die traditionelle Methode zum Schlürfen von Tee

Was ist Susuri-cha

Susuri-cha ist eine Zubereitung direkt in der Tasse. Die Teeblätter liegen in einem kleinen Gefäß, meist einem Yunomi oder einer kleinen Deckeltasse, und werden mit wenig heißem Wasser, kaltem Wasser oder Eis übergossen. Der Tee wird nicht abgegossen. Stattdessen halten Sie den Deckel leicht schräg, sodass nur die Flüssigkeit durch den Spalt fließt und die Blätter zurückbleiben.

Weil so wenig Wasser verwendet wird, wird der Geschmack dicht und klar. Das Umami, das ein normaler Gyokuro-Aufguss über eine ganze Tasse verteilt, liegt hier in einem kleinen Schluck. Zuerst zeigt sich oft stille Süße mit kühlem Grün, dann werden Meeresnoten, junge Kräuter oder ein Hauch von warmem Reis deutlicher. Durch das Schlürfen gelangt Luft mit in den Mund; der Duft steigt zur Nase auf und öffnet sich mit jedem Zug etwas anders.

Erst wirkt der Schluck weich, später tiefer und herzhafter. Die Methode belohnt Aufmerksamkeit, weil der Tee sich Schluck für Schluck entfaltet.

Trinken ohne Deckel

Ein Deckel ist hilfreich, aber nicht zwingend. Sie können Susuri-cha auch mit einer kleinen, deckellosen Tasse üben. Geben Sie wenig Wasser direkt auf die Blätter und trinken Sie vorsichtig mit leicht gespitzten Lippen. Der Winkel der Tasse hält die Blätter am Rand zurück.

Wichtig ist ein kleines, gut kontrollierbares Gefäß. Ein Yunomi oder eine kleine Keramikschale funktionieren gut, solange Sie präzise kippen können. Passende Gefäße finden Sie bei unseren Teetassen. Entscheidend ist der Rhythmus, den die Tasse vorgibt: wenig Wasser, kleine Schlucke, viel Duft.

Welche Tees eignen sich für Susuri-cha

Tees mit ausgeprägtem Umami passen am besten. Der Gyokuro ist die klassische Wahl, weil die Beschattung vor der Ernte den Theaningehalt erhöht und genau jene tiefe Süße hervorbringt, die Susuri-cha besonders gut zeigt. Auch hochwertiger Sencha und Kabusecha, ein teilweise beschatteter Sencha, eignen sich gut.

Einfachere Tees oder geröstete Tees wie Hojicha, ein Rösttee, sind weniger passend. Die Methode verstärkt den vorhandenen Charakter des Blatts; Bitterkeit oder Adstringenz werden also ebenfalls deutlicher. Mehr dazu finden Sie in unserem Beitrag zum Schattierungsanbau. Auch die Brühtemperatur verändert, was aus dem Blatt gelöst wird. Für genaue Parameter hilft der vollständige Gyokuro-Brühguide.

Das richtige Gefäß für Susuri-cha

Das beste Gefäß für Susuri-cha ist klein. Ideal ist eine Tasse, die nur wenige bewusste Schlucke fasst, etwa im Bereich von 40–80 ml. Ist die Tasse zu groß, verwendet man leicht zu viel Wasser; der Aufguss wird dünner, und die Blätter lassen sich am Rand schwerer kontrollieren. Ein kleines Gefäß hält den Geschmack fokussiert und verlangsamt natürlich das Trinken.

Eine Deckeltasse hat besonders bei Gyokuro praktische Vorteile. Der Deckel hält Duft und Wärme zurück und dient beim Trinken als feiner Filter. Trotzdem ist er eher ein Werkzeug als eine Pflicht. Porzellan betont Klarheit, Ton macht den Schluck oft weicher. Wir sehen das Gefäß deshalb als Teil der Zubereitung, nicht nur als Behälter.

Susuri-cha mit Eis genießen

Für eine sommerliche Variante ersetzen Sie das Wasser durch Eis. Geben Sie 4–5 g Gyokuro-Blätter in eine kleine Tasse und legen Sie etwa 20 g Eis darauf, ungefähr einen Esslöffel. Dann warten Sie. Während das Eis über 20–30 Minuten langsam schmilzt, löst es vor allem Theanin und andere Aminosäuren bei sehr niedriger Temperatur. Der Tee wird intensiv süß, fast sirupartig, mit klarer Meerestiefe und kaum Bitterkeit.

Die Intensität wächst fast unmerklich. Zuerst liegt nur ein heller grüner Schimmer am Boden der Tasse, später wird die Flüssigkeit gelbgrüner und der Duft dichter. Frühe Schlucke sind kühl und zart, die Mitte wirkt runder, und der letzte Rest ist oft am süßesten. Mit Deckel können Sie die letzten Tropfen auf die umgedrehte Innenseite laufen lassen und direkt davon trinken.

Die Teeblätter danach essen

Die Blätter nach Susuri-cha sind vollständig hydratisiert, zart und zu schade zum Wegwerfen. Würzen Sie sie leicht mit Ponzu, Sojasauce oder einem hellen Essigdressing. Für etwa 5 g gebrauchte Gyokuro-Blätter passen 2 Teelöffel Ponzu mit 1 Teelöffel Reisessig. Der Ponzu kann auch mit wenigen Tropfen Sesamöl runder wirken.

Halten Sie die Würzung zurückhaltend, damit der Charakter des Blatts erkennbar bleibt. Etwas weißer Sesam, geriebener Daikon oder eine kleine Prise Katsuobushi können gut passen. Die Blätter lassen sich auch mit Gurke, Daikon-Sprossen oder Tofu zu einem kleinen Salat geben, auf warmen Reis legen oder mit Shirasu und gezupftem Nori servieren. Verwenden Sie sie am selben Tag und vermeiden Sie kräftige Saucen.

Für uns bei FETC verändert Susuri-cha die Vorstellung von Teezeit. Es geht weniger um Menge als um Aufmerksamkeit: ein paar Gramm guter Gyokuro, eine kleine Tasse und ein ruhiger Morgen zeigen oft, wie viel Ausdruck ein Teeblatt tragen kann.

Getaggt: How to Brew

Frequently Asked Questions

Was ist Susuri-cha?

Susuri-cha ist eine japanische Art, Tee direkt in einer kleinen Tasse aufzugießen und zu trinken, meist Gyokuro. Wir trinken durch einen schmalen Spalt im Deckel oder von einem Rand ohne Deckel, sodass jeder kleine Schluck Aroma nach oben trägt.

Welche Tees eignen sich am besten für Susuri-cha?

Gyokuro ist die klassische Wahl, weil Schattenanbau ihm eine konzentrierte, theaninreiche Süße gibt. Hochwertiger Sencha und Kabusecha funktionieren ebenfalls; geröstete oder bittere Tees können zu scharf wirken.

Welches Gefäß eignet sich für Susuri-cha?

Beginnen Sie mit einem kleinen Yunomi oder einer Tasse ohne Griff, idealerweise etwa 40–80 ml. Ein Deckel hilft, die Blätter zurückzuhalten und das Aroma einzuschließen, aber eine deckellose Tasse mit schmalem Rand funktioniert ebenfalls gut.

Wie bereiten wir Susuri-cha auf Eis zu?

Verwenden Sie 4–5 g Gyokuro mit etwa 20 g Eis, ungefähr 0 °C, in einer kleinen Tasse. Lassen Sie das Eis 20–30 Minuten schmelzen und trinken Sie dann vom Rand; das ist ein Ausgangspunkt, also passen Sie es nach Geschmack an.

Welchen Anfängerfehler sollten Sie vermeiden?

Der häufigste Fehler ist zu viel Wasser oder eine zu große Tasse. Susuri-cha lebt von Konzentration; halten Sie das Gefäß klein, trinken Sie in winzigen Schlucken und passen Sie Blatt- oder Eismenge an Ihren Geschmack an.